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Philippus sein" Sein Sie uns ein guter Philippus.? Mit diesen Worten begrüßte mich ein altes Gemeindeglied bei meiner Einführung als Pastor unserer Kirchengemeinde. Philippus ? da musste ich erst einmal überlegen. Philippus ist ein kurzfristiger Wegbegleiter, der im Leben des Hofbeamten aus Äthiopien Spuren hinterlässt (Apg. 8,26-40). In unserer kleinen Kirchengemeinde, die nur eine halbe Pfarrstelle hat, waren die Pastoren tatsächlich kurzfristige Begleiter auf dem Weg geworden, flüchtige Begleiter auf dem Weg durchs Leben, die durch die gute Auslegung der Bibel, so hoffte mein Gemeindeglied, gute Spuren im Leben der Gemeinde hinterlassen. Dabei ist die Geschichte von Philippus und dem Äthiopier auch eine echte Touristengeschichte, die so etwas wie das Leitmotiv unseres Fachdienstes sein kann. Philippus sein für Menschen unterwegs, für Menschen auf der Suche, das wollen wir Mitarbeiter von Kirchen im Tourismus, dazu möchten wir auch so viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gewinnen und befähigen. Ein Mensch unterwegs ...Er kommt von weit her, der Kämmerer aus Äthiopien. Ein Beispiel für frühen Tourismus. Er ist offensichtlich so vermögend, dass er es sich leisten kann, die weite Reise zu unternehmen, die nur dem Zweck dient, neue Eindrücke zu gewinnen. Er hat sich ein interessantes Ziel ausgesucht, auch unter religiösen Aspekten. Wahrscheinlich hatte er gehört von dem Gott der Juden, der sein Volk in einer langen Geschichte begleitet hatte. Vielleicht faszinierte ihn das ungebrochene Festhalten der Juden an ihrem Glauben unter babylonischer, persischer, seleukidischer und römischer Fremdherrschaft bis zu jenem Tag, vielleicht interessierte ihn aber auch nur der monumentale Tempel, den Herodes der Große hatte bauen lassen. Jedenfalls ist er als Tourist unterwegs, verfügt im Gegensatz zu den meisten Zeitgenossen über genügend Freizeit für diese Reise. So war er dann wohl in Jerusalem und musste die Erfahrung machen, die auch heute viele Touristinnen und Touristen machen. Der Eintritt in die heiligen Räume, die ihn so interessiert hätten, bleibt ihm verwehrt. Als Nicht-Jude ist für ihn im Vorhof der Heiden Schluss. ... begegnet zufällig ...Die Geschichte ist voller Zufälligkeiten: Philippus steht am Weg, es entspinnt sich ein Gespräch, in diesem Fall anhand des Bibeltextes, den der Äthiopier nicht versteht, er entscheidet sich, getroffen von der Botschaft des Evangeliums, für die Taufe im zufällig am Weg liegenden Teich, Philippus entschwindet vor seinen Augen und wird von ihm wohl nie wieder gesehen. Doch die Geschichte schließt damit, was wir allen Touristen wünschen: ... "und er zog seine Straße fröhlich.?Christian Cordes, Kirche im Tourismus in der Lüneburger Heide und Pastor in der Kirchengemeinde Betzendorf. |
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